Aus den Anfängen:

Am 20.11.1999 heiratete Frieder Gräter, geboren und aufgewachsen in Bockighofen und aktiver Musikant im Musikverein Kirchbierlingen im Gasthaus „Hirsch“ in Kirchen. Anlässlich dieser Hochzeit beschlossen ein paar ältere Musikanten des Musikvereins, ganz ohne Wissen des Brautpaars, wie in guten alten Zeiten zum Brauttanz aufzuspielen. Für diesen Auftritt in Kirchen mussten ein paar Proben abgehalten werden, wobei die wirklich uralten Noten aus dem Notenheft „Hoffmann`s leichte Blastänze, Heft No. 13“ wieder hervorgekramt und eingeübt wurden. Es waren neun Musikanten des Musikvereins Kirchbierlingen, die sich damals zusammengefunden hatten.

August Glöckler, Flügelhorn

Karl Glöckler, Schlagzeug

Josef Steinle, Tuba

Josef Huber, Bariton

Bruno Hummel, Tenorhorn

Paul Huber, Es-Klarinette

Karl Betz, B-Klarinette

Anton Schmucker, B-Saxaphon

Anton Hummel, Trompete.

Nach drei oder vier Tanzrunden war der Überraschungsauftritt dieser Musikanten im „Hirsch“ in Kirchen auch schon wieder vorbei. Nicht aber die Idee einer kleinen Blasmusikbesetzung. Seit diesem Datum ist die kleine Musikgruppe am Leben geblieben, hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und ist bis zum heutigen Tag bestehen geblieben. So kann der 20.November 1999 als die eigentliche Geburtsstunde der heutigen Heft-13-Musikanten bezeichnet werden.  

Der etwas außergewöhnliche Name:

Da am Anfang des Repertoirs ausschließlich Noten des alten Heft-13-Notenbüchleins standen, hat sich wie von selbst der Name Heft-13-Musikanten gebildet und gehalten. Handschriftliche Aufzeichnungen in einem dieser alten Notenhefte in altdeutscher Handschrift belegen, dass diese Tänze schon vor und während des II. Weltkriegs gespielt wurden. Nach und nach hat sich das Repertoir erweitert. Die original Heft-13-Noten sind ein wenig in den Hintergrund gerückt, sind aber noch vorhanden und nach wie vor aufführbar. Zwischenzeitlich ist aber überwiegend aktuelle und volkstümliche Unterhaltungsmusik angesagt, wobei Märsche, Polkas und Walzer den Schwerpunkt bilden.

Die Weiterentwicklung:

Ab dem Jahr 2004 hat Anton Hummel begonnen, schriftliche Aufzeichnungen über die Aktivitäten der Heft-13-Musikanten zu machen. Zu den Musikern aus der Urbesetzung sind zwischenzeitlich sechs weitere altgediente Musikanten hinzugekommen.

Paul Betz, Trompete

Bernd Moll, Tuba

Hans Hecht, Tenorhorn

Bernhard Beck, Tenorhorn

Hubert Schick, Flügelhorn

Reinhold Huber, B-Klarinette

Die Anzahl der Heft-13-Musikanten ist im Jahr 2004 somit auf 16 aktive Musiker angewachsen. Irgendwann in diesem Zeitraum wurde beschlossen, dass nur Musiker mit annähernd 30 Jahren aktiver Spielzeit und die allesamt ihre Wurzeln beim Musikverein Kirchbierlingen haben oder hatten, in diese Musikformation aufgenommen werden. Im Jahr 2016 bestehen die Heft-13-Musikanten aus 17 Musikern und einer Musikantin (Elisabeth Gütler, geb. Ried).

Musikalischer Leiter:

Als musikalischer Leiter der Heft-13-Musikanten hat sich ganz von selbst der damalige Dirigent der aktiven Musikkapelle Josef Huber herausgebildet. Er hat das musikalische Sagen vor allem beim Einüben und bei der Interpretation der Musikstücke, wobei er nicht als Dirigent vor der Kapelle fungiert, sondern in den Musikerreihen als Baritonist mitspielt. Großen Wert legt er auf das zackige, flotte und vor allem präzise Spielen im Stil böhmisch-mährischer Blasmusik. „Handgemachte“ Blasmusik ohne technische Hilfsmittel ist angesagt.

Aufnahme in den Musikverein Kirchbierlingen:

Seit dem Jahr 2015 sind die Heft-13-Musikanten fest im Musikverein Kirchbierlingen integriert. Oberstes Anliegen dieser „Senioren-Kapelle“ ist es immer, nie einen anstehenden Termin der aktiven Kapelle des Vereins zu kreuzen. Die Heft-13-Musikanten präsentieren mit ihren Auftritten und Musikdarbietungen den Musikverein Kirchbierlingen und sind ein wichtiger Bestandteil des Vereins.